Deine Lebensversicherung hat einen Selbstbehalt
Obwohl heute bekannt ist, dass Rettungsschirmauslösungen in den meisten Fällen glimpflich ausgehen, liest man immer wieder Berichte von Unfällen, die darauf zurückzuführen sind, dass der Notschirm zu spät oder aber überhaupt nicht gezogen wurde. Die Auslösung des Rettungsschirmes gehört nicht zum selbstverständlichen Handlungsrepertoire vieler Piloten. In der extremen Stresssituation eines Absturzes wird er schlicht vergessen oder die Angst vor einem Abgang am Retter ist zu gross.
Eingeschränkte Wahrnehmung
Unter starkem Stress kommen im Regelfall nur noch Handlungsabläufe zum Einsatz, die keine kognitiven (geistigen) Fähigkeiten erfordern. Das Handeln wird sich im Wesentlichen auf die Abläufe beschränken, die ohne Nachdenken abrufbar, also automatisiert sind.
Ein Pilot, der die notwendigen Handgriffe intensiv und korrekt trainiert hat, wird das richtige Handlungsschema im Notfall mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit abrufbar haben. Das erklärt auch, weshalb besonders erfahrene Wettkampf-, Streckenflug- oder Acropiloten in den Unfallstatistiken kaum einen Platz einnehmen. Sie wissen, wann und wie reagiert werden muss, der Abgang am Retter ist in ihrem Unterbewusstsein und den Körperzellen verankert.
Das alles fehlt dem Untrainierten. Wer nur theoretisch weiss, was zu tun ist, hat das Problem, dass eine Extremsituation der allerschlechteste Zeitpunkt ist, um sein Wissen in der Praxis zu erproben. Denn die Umsetzung der Theorie in die Praxis ist ein Vorgang, bei welchem der Kopf (das theoretisch Erlernte) ständig mit dem Körper (dem Gefühlten) kommuniziert. Der Geist hat sich aber in Gefahrensituationen zeitweise weitgehend verabschiedet und steht nicht mehr mit nennenswerter Kapazität zur Verfügung. Das führt häufig dazu, dass der Pilot nur noch von seinen Instinkten geleitet wird. Instinktgesteuertes, also nicht auf der Grundlage von Wissen und Erfahrung basierendes Handeln, ist problemfixiert und nicht lösungsorientiert. Die Auslösung des Rettungsschirems erfolgt zu spät oder gar nicht.
Inhalte
Vom Kennenlernen deiner Ausrüstung über die richtige Bedienung beim Wurf bis zum korrekten Verhalten am Rettungsgerät bereitest du dich auf den Fall der Fälle vor. Sicher ist, dass dein Vertrauen in dich selbst und in deine Ausrüstung nach diesem Kurs wesentlich höher ist als vorher, ganz gleich über wieviel Flugerfahrung du verfügst. Der Kurs beginnt am Vorabend mit einem Materialcheck (schwerpunktmässig Gurtzeugeinstellung und Auslösbarkeit des Rettungsgeräts) und einer ausführlichen Theorieeinweisung. Dann löst du deinen Retter eins zu eins in der Luft aus. Das Training findet unter fachkundiger Anleitung über Wasser statt.
Beamer Piloten bereiten wir zudem auf den kontrollierten Abstieg, auch ohne das Trennen des Gleitschirms, vor.
Anforderungen und Erwartungen
Inklusive
- Materialcheck, K-Prüfung
- Gurtzeugeinstellung
- Rettungsschirmtheorie und Anwendungsbeispiele
- Kursunterlagen
- Fachliche Betreuung – profitiere von unserer Erfahrung aus über 400 Rettungsschirm-auslösungen über Grund
- Schwimmweste
- Geländebriefings
- Wasserbergung mit Boot
- Videoaufzeichnungen
Nicht inklusive
- Bergfahrt
- Unterkunft und Verpflegung
- Rettungsschirm neu packen. Auf Wunsch stellen wir dir gegen Kostenbeteiligung
- Rettungsschirm neu packen. Auf Wunsch stellen wir dir gegen Kostenbeteiligung ein Rettungsgerät (Beamer 3 oder PENTAGON) und/oder einen Gleitschirm für die Landung im Wasser zur Verfügung.
Kursleiter
- Urs Haari
Information
Wetterentscheid wird am Abend vor Kursbeginn getroffen. Bei schlechtem Wetter wird der Kurs am Verschiebedatum nachgeholt. Wenn du das Training aus anderen Gründen absagen musst, gelten die Stornobedingungen gemäss unseren AGB.
- Termine: *05. & 06. September Samstag ab 17 Uhr, Sonntag 8 bis ca. 15 Uhr *Verschiebedatum bei schlechter Witterung: 04. & 05. September Freitag ab 18 Uhr, Samstag 8 bis ca. 15 Uhr. Bitte nur anmelden, wenn beide Termine möglich sind.
- Ort: Vortag: Dallenwil / Retterwurf: Beckenried
- Preis: CHF 190
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